Sara & Tanja Engel

Tanja & Sara Engel

Tanja:

1972 habe ich meiner Mutter das beste Silvester Ihres Lebens beschert, wie sie behauptet. Da wurde ich – es war ein eisiger Sonntagmorgen – geboren, und als die Sonne aufging und die Morgenglocken läuteten, begann für meine Mama der Feiertag. Dass seitdem nichts Besseres nachgekommen sein soll, stimmt mich allerdings nachdenklich. Für mich gab es seitdem aber noch einige denkwürdige Silvestertage:

Da wäre zum Beispiel Silvester 1979: Ich kann endlich lesen, und habe seitdem nicht mehr damit aufgehört.

Silvester 1992 verbringe ich weitgehend im Bett und auf dem Sofa. Ein schwerer Unfall brachte einschneidende Veränderungen. Im Guten wie im Schlechten übrigens: Ich musste mir irgendetwas ausdenken, damit die Zeit verging”¦ So kam ich zum Spiele entwickeln.

Silvester 1995: Ich stelle meinen Eltern den Mann vor, den ich 1996 zu heiraten gedenke – und den ich Silvester 1994 noch nicht einmal gekannt habe.

Seither war fast jedes folgende Jahr ein Grund für Feuerwerk: 1996 Hochzeit, und Sara kommt zur Welt, 2000 folgt Elisabeth, und mein erstes Kinderspiel ist erschienen; etliche weitere folgen in den kommenden Jahren. Wir bauen ein Haus (2005) und machen uns selbstständig (2006). Seit 2008 arbeite ich in der eigenen Firma als Redakteurin und Redenschreiberin mit.


Sara:

Geboren am Erntedank-Sonntag 1996.

Nach einigen Umzügen und noch mehr Schulwechseln bin ich auf dem Sankt-Adelheid-Gymnasium in Bonn gelandet, wo ich nächstes Jahr mein Abi – mit den Leistungskursen Physik und Sozialwissenschaften – mache. Der Tag meiner LK-Wahl war es übrigens, an dem sich meine Mutter zum ersten und bisher einzigen Mal gefragt hat, ob ich nicht direkt nach meiner Geburt vertauscht worden bin.

 

Wie ich zum Spiele entwickeln gekommen bin: Für mich war es immer das Normalste auf der Welt, dass man Spiele selber erfindet. Mama verbrachte viel Zeit am Küchentisch, wo sie schnippelte und malte und klebte. Und ich saß dabei, und schnippelte und malte und klebte. Mir war die ganze Zeit klar, wo die kleinen Spiele herkommen, und ich stellte mit ziemlicher Überraschung fest, dass die meisten anderen Kinder das nicht wussten.

Irgendwann bemerkte meine Mutter dann, dass ich ein gewisses Talent zum Malen und Zeichnen habe, was sie sehr gefreut hat. (Seitdem bat sie immer öfter wie der kleine Prinz: „Zeichne mir ein Schaf!“ Oder einen Matrosen, oder eine Reihenhaus-Siedlung. Ihre Technik des gestrandeten Piloten, das schwierige Schaf in einer simplen Schlange zu verstecken, kam bei den Testspielern nicht so gut an. „Ein Hut“ macht ein Spiel eben unspielbar, wenn er doch ein Schaf sein soll.)

 

Natürlich haben wir auch immer zusammen gespielt, was sie erfunden hat, und im Lauf der Jahre auch immer mehr diskutiert, was wir gespielt haben. Und so kam ich an diesem Bahnhof an, von dem ich gar nicht wusste, dass ich zu ihm unterwegs war. Man wird sehen, wohin die Reise weitergeht.

Hobbies:

Tanja:

Lesen (was bei drei nicht auf dem obersten Regalboden ist), Schreiben (so lange Papier geduldig ist), Spielen, Wandern/Radfahren (am Liebsten geradeaus), Filme, Musik hören, singen (laut), und unsere Katzen (drunter und drüber)

 

Sara:

Lesen, Zeichnen, Manga-Comics, Musik, Gitarre spielen

Ich spiele gern, weil...

Tanja:

...spielen leben ist. Ich lebe gerne, weil leben spielen ist.

 

Sara:

...ich das schon immer getan habe und immer tun werde.

Spiele

  • 2013 Auf Teufel komm raus